Motiv: Glossar
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ESG-Glas: Zum Schutz vor Verletzungen

Haben Sie schon einmal die Seitenscheibe eines Autos zerbersten sehen? Dann kennen Sie sicher das Phänomen. Diese Scheiben zerfallen in tausende von stumpfen kleinen Teilchen, ganz anders als es herkömmliches Glas tun würde.

Dessen Scherben sorgen regelmäßig für unangenehme bis gefährliche und tiefe Schnittwunden. Nun, es handelt sich um sogenanntes ESG, also Einscheibensicherheitsglas, zum Schutz vor Verletzungen.

Es fällt unter die Kategorie Flachglas. Seine besonderen Eigenschaften erhält es durch ein spezielles Verfahren. Das Glas wird nämlich bis über den Punkt erhitzt, ab dem man es verformen könnte.

Ist dieser Punkt erreicht, wird das Glas großer Kälte, ausgesetzt und so schnell abgekühlt, dass die oberflächennahen Bereiche schneller auskühlen als der Kern es kann. Wer im Physikunterricht aufgepasst hat, kennt das Resultat: Im Kern entsteht eine Zugspannung und auf der Oberfläche eine Druckspannung.

Damit wird das einfache Flachglas zum ESG-Glas. Gegen starke Temperaturschwankungen ist dieses Glas ebenso unempfindlich, wie es eine enorme Schlagfestigkeit aufweist. Die wird übrigens gemäß DIN EN 12600 mit dem Pendelschlagverfahren getestet.